07.02.2017

Am Montag, den 27.02.2017 fand zum 21-mal in Folge der Thüringer Milchtag auf der Messe in Erfurt statt. Der Carl-Zeiss Saal war mit knapp 300 Personen wiederrum gut gefühlt.

Im Foyer präsentierten sich 34 Firmen mit ihren Produkten bzw. Leistungen. Das Fazit des Milchtages ist: Die schwere Milchmarktkrise 2015/16 ist noch nicht überwunden und schon gleich gar nicht deren wirtschaftlichen Folgen in den Milchviehbetrieben. Obwohl der Milchpreis im Februar etwa 9-10 Cent pro Kilogramm höher liegt als im Juni 2016 und damit die Einnahmen der Thüringer Milchbauern aus der Milch etwa 7 Mio. höher liegen als vor einem halben Jahr, kann mit dem momentanen Preisen von 31 -32 Cent pro Kilogramm nicht kostendeckend gewirtschaftet werden. Die erstmals durchgeführte Podiumsdiskussion fand sehr viel Interesse und Zustimmung. Moderator D. Baumbach verstand es hervorragend, die Teilnehmer zu einer couragierten und lebendigen Diskussion zu führen. Auch Fragen und Meinungen aus dem Saal haben das notwendige dazu beigetragen. Mehrheitlich wurde die Auffassung vertreten, dass in Krisenzeiten eine Milchmengenregulierung notwendig wäre. Doch wie so eine Mengensteuerung aussehen soll, da blieben die Fragen offen. Regionale wie auch eine nationale Mengensteuerung, da waren sich alle einig, sind keine Lösungen! Wenn ein wirklicher Effekt mit einer Milchmengenregulierung erreicht werden soll, muss eine europäische Lösung auf den Tisch. Und diese scheint gegenwärtig nicht umsetzbar zu sein.

 

Auszeichnung der besten thüringer Molkereien (Foto: TBV)